Alles über Haarbruch
In früheren Kapiteln haben wir dir Tipps gegeben, um geschädigtes Haar von den berühmten Babyhairs zu unterscheiden, die dank Promis wie Rosalía, Rihanna oder Camila Cabello total in sind. Aber wenn Babyhairs nicht dein Ding sind und du mit geschädigten Härchen zu kämpfen hast, pass auf! Denn das hier ist genau das Richtige für dich.
Wie sieht eigentlich kaputtes Haar aus? Eine gebrochene Haarfaser fühlt sich oft rau und trocken an. Außerdem hat es Spliss und einen helleren Farbton, wodurch dein Haar ungleichmäßig lang ist und überhaupt nicht gesund aussieht. Diese geschädigten Härchen können überall im Haar auftauchen: am Ansatz, in der Mitte und an den Spitzen. Und es ist super einfach, sie zu erkennen.
Kurze Erinnerung an die Struktur der Haarfaser
Wir erinnern dich daran, dass die Haarfaser hauptsächlich aus Proteinen besteht, wobei Keratin am häufigsten vorkommt, sowie aus Wasser, Lipiden, Melanin und anderen Mineralien und Spurenelementen.
Einerseits bilden vier Keratinfasern, die durch Disulfidbrücken, Ionenbindungen und Wasserstoffbrücken verbunden sind, eine flexible Spirale, die dem Haar seine Form gibt und ihm Widerstandsfähigkeit und Flexibilität verleiht. Andererseits schützen Lipide, insbesondere die in der Schuppenschicht enthaltene 18-Methyl-Eicosansäure, die Haarfaser vor äußeren Einflüssen und bilden eine wasserabweisende Oberfläche auf dem Haar, was die Porosität verringert und seine Widerstandsfähigkeit gegen Schäden erhöht. Ja, in diesen beiden Hauptbestandteilen des Haares liegt der Kern des Ganzen.
Ursachen für Haarbruch
Okay, wenn du dich fragst, was deinem Haar schaden kann, müssen wir dir leider sagen: Alles, von falschem Bürsten bis hin zum Schlafen mit nassem Haar, kann zu irreversiblen Schäden führen. Hier verraten wir dir alles. LET’S GO!
👀 Haarfärben, Blondieren oder permanente Haarglättung: Diese Behandlungen, die in Friseursalons durchgeführt werden (oder auch nicht), haben meist einen stark alkalischen pH-Wert, der die Schuppenschicht öffnet und die verschiedenen Bindungen in der Haarfaser aufbricht. Und das strapaziert natürlich das Haar stark.
🧖🏽♀️ Hitzetools (Glätteisen, Lockenstab, Föhn usw.): Hohe Temperaturen können auch Verbindungen brechen, wobei die Trennung von Ionen- und Wasserstoffbrücken reversibel ist, nicht aber die von Disulfidbrücken, die deinem Haar seine Form geben. Wenn du also diese Tools übermäßig benutzt, verliert dein Haar an Form und du entfernst nach und nach die Lipidbarriere, die die Haarfaser schützt, was das Auftreten von Frizz begünstigt.
😱 Nasses Haar bürsten oder damit schlafen: Nasses Haar ist viel empfindlicher und bruchanfälliger. Daher ist es ein Fehler, es direkt nach der Dusche zu bürsten. Ganz zu schweigen davon, mit nassem Haar ins Bett zu gehen. Dies erhöht die Reibung zwischen den Haarfasern und führt dazu, dass sie leichter brechen. Vergiss nicht, dass Wasser das Haar von innen schädigt, indem es die Schuppenschicht anhebt und die Haarfaser aufquellen lässt, wodurch ihr Durchmesser zunimmt.
👱🏼♀️ Strenge Frisuren und Haargummis: Wir wissen, dass der „Clean Look“ und der „Sleek Bun“ à la Hailey Bieber diesen Herbst total im Trend liegen. Aber wusstest du, dass strenge Frisuren dem Haar schaden? Und ja, die altbekannten Haargummis schädigen auch dein Haar.
💧 Das Haar nicht gepflegt halten: Ein Haar mit sehr trockenen Spitzen wird IMMER dazu neigen, zu brechen. Und das weißt du.
✨ Zu viele proteinhaltige Produkte: Produkte mit Proteinen sind ein MUSS, wenn du geschädigtes Haar hast. ABER wenn du zu viele proteinhaltige Produkte in deiner Haarpflegeroutine verwendest, kann dies zu Proteinablagerungen führen, die das Haar steif machen. Und steifes Haar bricht viel leichter.
Tipps, um Haarbruch zu vermeiden
1️⃣ Vermeide so gut wie möglich Färbungen, Blondierungen und japanische Haarglättungen. Wenn du solche Behandlungen machen lässt, kombiniere sie mit aufbauenden Behandlungen für die Haarfaser, wie Sublime 10 31 oder unser brandneues Bae Berry.
2️⃣ Wenn du Stylingtools verwenden willst, ist es wichtig, vorher einen Hitzeschutz wie South Bondi aufzutragen, der außerdem hilft, dein Haar von der Mitte bis zu den Spitzen zu pflegen.
3️⃣ Bürste dein Haar trocken, bevor du unter die Dusche gehst, und verwende immer einen Conditioner oder eine Maske – wie Tasmania Mask oder L’Essentiel Mask –, um das Entwirren nach dem Waschen zu erleichtern.
4️⃣ Vermeide besonders straffe Frisuren und benutze Haargummis aus Seide oder Satin, oder ersetze sie durch Klammern, die gerade total im Trend liegen.
5️⃣ Trage jeden Tag dein Lieblings-Haaröl auf die Spitzen auf. Wir empfehlen dir unser Cotton Lust, das voller Inhaltsstoffe steckt, die das Haar schützen und es gepflegt halten.
6️⃣ Und nicht zuletzt: Lass ein Haar regelmäßig schneiden. Denn wenn das Haar wächst und du Spliss hast, bricht die Haarfaser nach oben hin und beim nächsten Mal musst du viel mehr abschneiden lassen!
Also keine Ausreden mehr: Es ist Zeit, deinem Haar die Pflege zu geben, die es verdient!



